Gasnebel
Planetarische Nebel sind schwach leuchtende Objekte, die mit dem bloßen Auge nicht beobachtet werden können. Mit Planeten haben sie in Wirklichkeit nichts zu tun. Mit viel Fantasie könnte ihr flächiges diffuses Aussehen an einen Planeten erinnern.
Sie bestehen aus einer Hülle aus Gas und Plasma, welches von einem alten Stern am Ende seiner Entwicklung abgestoßen wird.
Derzeit sind etwa 1500 Planetarische Nebel in unserer Galaxie bekannt.
Im Vergleich zu einem durchschnittlichen „Sternenleben“ von bis zu mehreren Milliarden Jahren hat der Planetarische Nebel eine recht kurze Existenz von meist nicht länger als einigen zehntausend Jahren.
Das Aufnehmen von Planetarischen Nebeln ist relativ schwierig, da sie sehr lichtschwach und klein sind.
Emissionsnebel sind Wolken interstellaren Gases, die Licht unterschiedlicher Wellenlängen emittieren können und somit selbst beginnen zu leuchten. Damit unterscheiden sie sich zu den Reflexionsnebeln, die lediglich eingestrahltes Licht reflektieren. Die Energiequelle, die den Nebel zum Leuchten anregt, sind in der Regel hochenergetische Photonen eines oder mehrerer heißer Sterne in der Nähe des Emissionsnebels. Reflexions- und Emissionsnebel können häufig zusammen beobachtet werden. Ein Beispiel hierfür ist der Orionnebel M42.
Pferdekopfnebel
Am 26.1.12 entstand dieses Bild von Reinhartshausen aus in der Nähe von Bobingen.
Dabei wurden 3 Bilder a´10 Minuten durch den 8" f3,8 Newton aufgenommen. Die Canon EOS 40Da wurde zuvor mit einem 12nm H-Alpha-Filter ausgesttatet und bei ISO 800 belichtet. Zum Nachführung kam ein ED80-Refraktor, die DMK 21AU04 und das Programm Guidemaster zum Einsatz. 30 Minuten Gesamtbelichtungszeit sind für diesen lichtschwachen Nebel eigentlich noch zu wenig.
Adlernebel M16 im Sternbild Kopf der Schlange.
Die drei Säulen der Schöpfung (Pillars of Creation) sind wohl das bekannteste Markenzeichen diese Nebels. An der Spite jeder Säule entstehen junge Sterne, die den Nebel zum leuchten bringen.
20cm f/3,8 Newton, 7 x 3 Minuten belichtet mit Canon EOS 40d bei ISO 800.
M20 Trifidnebel
Die Edelweißspitze in Österreich ist ein idealer Ort, um südliche Regionen der Milchstraße fotografieren zu können. In der Nacht vom 21. auf den 22. August entstand diese Aufnahme mit dem selbstgeschliffenen 20cm f/3,8 Fotonewton. Die Nachführung der Losmandy G11 Montierung habe ich während der insgesamt 60 Minuten Belichtungszeit dem Programm Guidemaster überlassen. Die noch etwas in die Länge gezogenen Sterne in den Ecken kommen vom noch nicht ganz angepassten Paracorr Komakorrektor. Kamera Canon EOS 40D bei ISO 800 und 10 mal 6min Belichtungszeit. Bearbeitung mit Fitswork.
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